Theraphosa apophysis
Artikelnummer: 72004
Beschreibung
Theraphosa apophysis
Wissenschaftlicher Name:
Theraphosa apophysis (Tinter, 1991)
Familie:
Theraphosidae (Vogelspinnen)
Unterfamilie:
Theraphosinae
Herkunft / Verbreitung:
Südamerika – insbesondere Venezuela (Cerro de la Neblina) und angrenzende Regionen in Brasilien und Kolumbien
→ Tropischer Regenwald, oft in feuchten, schlammigen Bodenzonen
Lebensraum:
Bodenbewohnend (terrestrisch); lebt in natürlichen Höhlen, unter Baumwurzeln oder in selbstgegrabenen Erdröhren. Feuchte, schattige Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Körpergröße:
- Weibchen: bis zu 9–10 cm Körperlänge
- Beinspannweite: bis 25–28 cm
→ Eine der größten bekannten Vogelspinnenarten der Welt
Besondere Merkmale:
- Typisch: rosa gefärbte Tarsen (Fußspitzen) – daher der Name „Pinkfoot“
- Rötlich-braune Grundfarbe mit dichter, samtiger Behaarung
- Sehr massiger Körperbau mit kräftigen Beinen
- Männchen oft mit „Tibialsporen“ und längeren, feineren Beinen
- Bei Jungtieren sind die rosa Füße besonders leuchtend
Verhalten:
- Nervös bis defensiv
- Setzt bei Störung sehr schnell Brennhaare ein
- Bei starkem Stress mögliches Drohverhalten oder Flucht
- Kein ideales Anfängertier – benötigt viel Platz und Feuchtigkeit
Haltung im Terrarium:
- Terrariumgröße: mindestens 50 × 40 × 35 cm
- Substrat: feucht, tief (min. 15 cm), z. B. Kokoshumus, Erde, Laub, Moos
- Einrichtung: große Korkröhren, Verstecke, viel Bodenfläche
- Temperatur: 24–28 °C
- Luftfeuchtigkeit: 80–90 % – tägliches Sprühen notwendig
- Belüftung: gut reguliert – hohe Feuchtigkeit bei gleichzeitigem Luftaustausch
Besonderheiten in der Zucht:
- Anspruchsvoll – Zucht selten erfolgreich
- Paarung heikel, Männchen oft gefressen
- Kokons mit ca. 100–150 Eiern
- Entwicklung langsam, aber Jungtiere sind sehr groß bei Schlupf
- Häutungen oft problematisch – hohe Feuchtigkeit essenziell
Gefährdung / Artenschutz:
- Nicht CITES-gelistet, aber in freier Wildbahn selten
- Durch Lebensraumzerstörung und illegalen Export potenziell gefährdet
➡ Ausschließlich Nachzuchten sollten gehandelt oder gehalten werden
