Monocentropus balfouri
Artikelnummer: 71301
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Beschreibung
Beschreibung:
Wissenschaftlicher Name:
Monocentropus balfouri (Pocock, 1897)
Familie:
Theraphosidae (Vogelspinnen)
Unterfamilie:
Stromatopelminae
Herkunft / Verbreitung:
Socotra-Inselgruppe (Jemen) – endemisch auf der Hauptinsel Soqotra
Lebensraum:
Boden- bis halbhöhlenbewohnend; trockenes, felsiges Wüsten- und Steppenklima.
Lebt in Felsspalten, selbstgegrabenen Erdröhren und stark versponnenen Rückzugsbereichen.
Bekannt für ausgeprägtes Sozialverhalten, besonders in geschwisterlichen Gruppen.
Körperlänge:
- Weibchen: ca. 5–6 cm Körperlänge (Beinspannweite 13–16 cm)
- Männchen: schlanker, längere Beine, kürzere Lebensdauer
Besondere Merkmale:
- Auffälliger blaugrauer Beinschimmer („Blue Baboon“)
- Carapax in warmem Beige- bis Sandton
- Sehr kräftige Färbung nach Häutungen
- Extrem starke Gespinstbildung – dekoriert ganze Terrarien
- Eine der wenigen sozial lebenden Vogelspinnenarten (Gruppenhaltung möglich)
Verhalten:
- Schnell und defensiv, aber selten offensiv
- Nutzt Drohhaltung vor Biss — Bisse sehr selten
- Stark territoriell als Einzeltier, aber sozial verträglich in Geschwistergruppen
- Häufig im Gespinst verborgen, dämmerungs- bis nachtaktiv
Haltung im Terrarium:
- Terrariumgröße Einzeltier: ab 30 × 30 × 30 cm (L × B × H)
- Gruppenhaltung: ab 40 × 30 × 30 cm aufwärts (je nach Tierzahl)
- Substrat: grabfähig, trocken (Sand-Lehm-Erde-Mischung), 8–12 cm
- Einrichtung: Korkröhren, Steine, Verstecke, trockene Pflanzen; viele Ankerpunkte zum Verspinnen
- Temperatur: 24–28 °C
- Luftfeuchtigkeit: 50–60 % – trockene Haltung bevorzugt
- Wasserschale: notwendig
- Belüftung: sehr gute Luftzirkulation, trockene Luft wird gut vertragen
Besonderheiten in der Zucht:
- Paarung meist problemlos, Männchen werden häufig toleriert
- Kokons mit ca. 80–150 Jungtieren
- Sehr soziale juvenile Entwicklung – Jungtiere können gemeinsam aufgezogen werden
- Wachstum mittel bis schnell, Jungtiere robust
Gefährdung / Artenschutz:
Nicht CITES-gelistet.
Vorkommen ausschließlich auf Socotra
Lebensraum empfindlich durch Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe.
Im Hobby überwiegend Nachzuchten – Wildfänge selten.
