Megaphobema robustum
Artikelnummer: 71300
Beschreibung
Megaphobema robustum
Wissenschaftlicher Name:
Megaphobema robustum (Ausserer, 1875)
Familie:
Theraphosidae (Vogelspinnen)
Unterfamilie:
Theraphosinae
Herkunft / Verbreitung:
Südamerika – Kolumbien und angrenzende Regionen von Brasilien
Lebensraum:
Bodenbewohnend (terrestrisch); tropischer Regenwald, oft in feuchten, schattigen Waldböden mit dichter Vegetation – lebt in natürlichen Höhlen oder selbst gegrabenen Röhren
Körperlänge:
Weibchen: ca. 8–9 cm
Männchen: deutlich schlanker und kürzer lebend Beinspannweite: bis 18–20 cm
Besondere Merkmale:
- Beeindruckender Körperbau mit kräftigen Beinen
- Kontrastreich orange-braun gefärbte Femora der hinteren Beine
- Abdomen und Carapax dunkelbraun bis schwarz mit rötlichem Schimmer
- Charakteristisch: sehr lange, kräftige hintere Beine – dienen auch zur Abwehr
- Eine der wehrhaftesten, aber visuell schönsten Arten Südamerikas
Verhalten:
- Defensiv bis territorial – zeigt deutliches Drohverhalten
- Charakteristische Verteidigung: schlägt mit den hinteren Beinen nach Angreifern
- Setzt Brennhaare ein, bei starker Bedrängung auch Biss möglich
- Meist dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber eher versteckt
Haltung im Terrarium:
- Terrariumgröße: mindestens 40 × 40 × 30 cm (L × B × H)
- Substrat: 10–15 cm tief, feucht und grabfähig (Kokoshumus, Erde, Laub)
- Einrichtung: große Korkröhren, Wurzelholz, Moos – hoher Feuchtigkeitsbedarf
- Temperatur: 24–28 °C
- Luftfeuchtigkeit: 75–85 %, mit guter Luftzirkulation zur Schimmelvermeidung
- Große Wasserschale, nicht zu trocken halten
Besonderheiten in der Zucht:
- In Gefangenschaft selten erfolgreich – Paarung oft schwierig wegen Verteidigungsverhalten
- Kokons mit ca. 200–400 Jungtieren
- Entwicklung moderat schnell
- Weibchen können bis zu 15 Jahre alt werden
Gefährdung / Artenschutz:
Nicht CITES-gelistet In freier Wildbahn durch Abholzung und Lebensraumverlust potenziell bedroht Nur Nachzuchten sollten gehandelt und gehalten werden
