Harpactira pulchripes
Artikelnummer: 70803
Beschreibung
Harpactira pulchripes
Wissenschaftlicher Name:
Harpactira pulchripes (Pocock, 1899)
(= „die Schönbeinige“ – pulchripes aus lat. pulcher = schön + pes = Fuß)
Familie:
Theraphosidae (Vogelspinnen)
Unterfamilie:
Harpactirinae
Herkunft / Verbreitung:
Südafrika, insbesondere in der Provinz Eastern Cape
→ Savannenähnliche, trockene Graslandschaften mit sandigem, lockerem Boden
Lebensraum:
Obligat grabend (fossorial)
→ Baut tiefe Wohnröhren im Substrat, oft mit Spinnteppich am Eingang
→ Aktiv hauptsächlich in der Dämmerung oder nachts
Körpergröße:
- Weibchen: ca. 5,5–6,5 cm
- Männchen: ca. 4–5 cm
- Beinspannweite: bis ca. 14–16 cm
Besondere Merkmale:
- Beine leuchtend gold-gelb, mit auffälligen blauen Metallschimmern an den Femora (Oberschenkeln)
- Carapax metallisch gold mit dunklem Zentrum
- Abdomen schwarzbraun bis gold-behaart
- Eine der schönsten afrikanischen Arten überhaupt – sehr beliebt in der Hobbyzucht
Verhalten:
- Flink, aber meist defensiv ruhig
- Bei Bedrohung zieht sie sich rasch zurück
- Verteidigt ihr Revier mit Drohgebärde, aber selten aggressiv
- Kein Anfängeranfängertier, aber für fortgeschrittene Halter gut geeignet
Haltung im Terrarium:
- Größe: mindestens 30 × 30 × 30 cm für adulte Tiere
- Substrat: tief (15–20 cm), grabfähig und leicht sandig (Erde-Lehm-Sand-Gemisch)
- Einrichtung: Korkröhre, natürliche Verstecke, trockene Landschaft
- Temperatur: 24–28 °C
- Luftfeuchtigkeit: 55–65 %
- Geringe Luftfeuchtigkeit mit punktuellem Sprühen reicht aus
- Gute Belüftung notwendig – kein feuchtes Klima
Fütterung:
- Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken
- Sehr gieriger Fresser – schnelle Jagdsprünge möglich
- Jungtiere 2–3× pro Woche, Adulte 1–2×
- Frisst regelmäßig und unkompliziert
Besonderheiten in der Zucht:
- Zucht gelingt regelmäßig bei erfahrenen Haltern
- Kokon mit ca. 100–150 Jungtieren
- Entwicklung eher mittel- bis zügig
- Ab ca. 3. FH deutlich erkennbare Farbmerkmale
Gefährdung / Artenschutz:
Nicht CITES-gelistet
In Teilen ihres Verbreitungsgebiets potenziell bedroht durch Landwirtschaft und Habitatverlust
➡️ Nur Nachzuchten im Handel! – kein Wildfang nötig
