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Chilobrachys fimbriatus

Artikelnummer: 70310

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Beschreibung

Chilobrachys fimbriatus


Wissenschaftlicher Name:

Chilobrachys fimbriatus (Pocock, 1899)


Familie:

Theraphosidae (Vogelspinnen)


Unterfamilie:

Selenocosmiinae


Herkunft / Verbreitung:

Südwest-Indien – insbesondere im Bundesstaat Maharashtra und entlang der Westghats


Lebensraum:

Bodenbewohnend (terrestrisch), bewohnt feuchte Waldregionen und Waldränder, gräbt tiefe Röhrensysteme mit ausgedehnten Gespinströhren


Körperlänge:

Weibchen: ca. 5–6 cm

Männchen: etwas kleiner und schlanker gebaut


Besondere Merkmale:

  • Auffällige Färbung mit kontrastreichem, orangefarbenem Carapax
  • Beine dunkelbraun bis violett-schimmernd, mit hellen Streifen
  • Abdomen braun mit feiner, seidiger Behaarung
  • Eine der farblich attraktivsten Arten der Gattung Chilobrachys


Verhalten:

  • Sehr schnell, flink und nervös – bei Störung sofortige Flucht oder Verteidigung
  • Verteidigungsverhalten deutlich ausgeprägt (inkl. Drohhaltung und Bissversuchen)
  • Gräbt tiefe Röhren und baut umfangreiche Gespinste – kaum sichtbar außerhalb
  • Kein geeignetes Tier für Anfänger oder häufige Handhabung


Haltung im Terrarium:

  • Terrariumgröße: mind. 30 × 30 × 30 cm
  • Tiefe grabfähige Substratschicht (15–20 cm, z. B. Erde, Lehm, Kokoshumus)
  • Einrichtung: stabiler Aufbau für Röhrenbau, Rindenstücke, Blätterstreu
  • Temperatur: 24–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 70–80 % bei guter Belüftung
  • Feuchtes Mikroklima im Bodenbereich erforderlich


Besonderheiten in der Zucht:

  • Zucht möglich, aber schwierig aufgrund aggressivem Paarungsverhalten
  • Kokons mit ca. 100–200 Jungtieren
  • Entwicklung zügig, Jungtiere sehr aktiv und nahrungsfreudig


Gefährdung / Artenschutz:

Nicht CITES-gelistet, jedoch empfindlich gegenüber Habitatverlust durch Abholzung Erhalt durch kontrollierte Nachzucht empfehlenswert – keine Wildfänge beziehen